| 06. Mai 2010
Hallo, zuerst einmal. Ich bin die LUSH-Praktikantin und darf mich heute am lovepeace.ch-Blog versuchen. Mein Thema: 2010 ist das Jahr der Biodiversität. Biodiversität? Das hab ich schon mal gehört – das hat was mit Vielfalt und Natur zu tun. Artenvielfalt und so. So ganz sicher bin ich dann aber doch nicht, und schaue auf der extra für das Jahr der Biodiversität kreierten Website www.biodiversitaet2010.ch nach. Dort lerne ich, dass es nicht nur um die Vielfalt der Pflanzen und Tiere geht, sondern auch um die verschiedenen Lebensräume und die genetische Vielfalt. Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen verdrängen nämlich natürliche Pflanzenarten. Und immer mehr natürliche Biotope verschwinden und damit fehlen die Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere.
Das ist schon ein wichtiges Thema, finde ich. Ich bin schliesslich ein kleines Landei und könnte mir nie vorstellen, in der Stadt zu wohnen. Was gibt es auch schöneres als am Morgen von Vogelgezwitscher geweckt zu werden? Auch immer wieder lustig zu beobachten: die mehr schlecht als rechten ersten Flugversuche des Nachwuchses unserer Amsel-Familie. Meine Grossmutter erzählte mir aber kürzlich, dass bei ihr ums Haus viel weniger verschiedene Vogelarten anzutreffen sind, als noch vor 50 Jahren. Kein Wunder, denn wenn man aus dem ehemaligen Bauernhaus schaut, sieht man nicht mehr Felder und Wiesen so weit das Auge reicht, sondern einen Kindergarten und eine grosse Wohnsiedlung. Beton statt Bäume. Das ist aber nur einer von vielen Gründen, weshalb die Biodiversität gefährdet ist. Der global wachsende Ressourcenverbrauch ist wohl der wichtigste davon. Das Artensterben wird laut neuen Studien durch den menschlichen Einfluss zwischen 1000 und 10‘000 mal beschleunigt – wen wundert’s…
Was kann ich also tun, frage ich mich, um die Biodiversität im Rahmen meiner Möglichkeiten zu fördern? Ich könnte zum Beispiel noch mehr Lebensmittel aus naturnahem Anbau kaufen. Denn diese brauchen (wenn überhaupt!) viel weniger Pestizide und schonen den Boden und die darin lebenden Organismen. Ausserdem möchte ich einmal die ProSpecieRara Gemüsesorten ausprobieren (gibt’s im Coop). ProSpecieRara ist eine Schweizerische Stiftung und setzt sich für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren ein. Sonst hilft es natürlich den persönlichen Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Aber dazu muss ich euch ja wahrscheinlich nichts mehr erzählen.
Im Laufe des Jahres kommen bestimmt noch ein paar interessante Kampagnen zum Thema Biodiversität auf uns zu (die eine oder andere hast du bestimmt auch schon angetroffen). So wissen dann hoffentlich immer mehr Leute, was denn Biodiversität genau ist. Damit wäre schon ein grosser Schritt getan, finde ich. Eine grüne Woche wünsche ich euch!
Mehr zum Thema Biodiversität bei Greenpeace:
Greenpeace & Wald: Wo der Waldelefant wohnt
Greenpeace & Meer: Ihr Weg zur Artenerhaltung



